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Wie werde ich ein spiritueller Guru?

Allgemeines

Suchen sie einen neuen Job? Eine neue Berufung? Sind sie die Verwaltung leid und möchten viel mit anderen Menschen zu tun haben? Dann habe ich hier eine neue Perspektive für sie! Lassen sie sich zum Guru umschulen. Gurus sind augenblicklich gefragt, mehr denn je. Sie haben lange Berufsaussichten, arbeiten selbstständig und das als eigener Boss.

Hier eine eine kurze Anleitung, was sie in der Ausbildung zum Guru erwarten wird:

   


Schritte / Maßnahmen

1.Suchen sie sich zunächst einmal eine Religion. Mit einer traditionellen Religion müssen sie beginnen (das wird ihre ihre Basisreligion). Später wird es natürlich darauf hinauslaufen, dass sie ihre eigene Lehre entwickeln, aber das kommt erst später. Am Anfang brauchen sie eine Religion. Diese Religion müssen sie studieren und lernen und ernsthaft praktizieren. Mindestens ein paar Jahre lang.
Empfehlenswert sind indische Lehren. Die haben noch etwas Ursprüngliches und sind stets mit einer gehörigen Portion Mystik ausgestattet. Westliche Religionen wie das Christentum sind zu meiden, da sie sich hierzulande nicht als Guru-Religion eignen. Sie nicht erstens nicht exotisch genug und zweitens beanspruchen die großen Kircheninstitutionen die Deutungshoheit der Schriften. Das macht es anschließend nicht einfach, ein eigenes System zu entwickeln. Die orientalischen Religionen sind in diesem Punkt nützlicher. Darüber hinaus sollten sie sich eine Religion aussuchen, die einen geringen Ausstoß an Erleuchteten hat. Das ist für den zweiten Punkt etwas hilfreich.

2.Wenn sie lange genug die von ihnen auserwählte Religion praktiziert haben, müssen sie den Punkt erreichen, ab dem sie, religiös gesehen, nicht weiterkommen. Deshalb ist eine Religion mit einer geringen Erleuchtungswahrscheinlichkeit hilfreich, andernfalls können sie kaum ein Guru mit eigener Lehre werden. Sie müssen nämlich an den Punkt kommen, an dem sie wissen (oder fühlen – Merke: Mit Gefühlen kann man als Guru immer alles gut begründen.), dass sie nun auf eigenen Beinen stehen müssen und die Wahrheit auf eigene Faust suchen müssen. Sie müssen sich also mit ihrer Basisreligion überwerfen.

3.Die eigene Lehre gründen sie am besten aufbauend auf ihrer Basisreligion. Sie nehmen die diese und schreiben sich all die Punkte auf, die ihnen nicht passen. Sie schreiben außerdem alle Punkte auf, die ihnen besser gefallen würden. Sie optimieren sozusagen die Religion nach ihren eigenen Vorstellungen. Man könnte sagen, dass sie an diesem Punkt eine Art Unternehmensberater für Religionen sind. Man nennt das auch spirituelle Ökonomie. Machen sie sich das Wissen und die Tradition ihrer Basisreligion zu nutze und schmecken sie diese mit modernen Floskeln ab. „Das Leben ist wie ein klarer Gebirgsbach, der zum Tal fließt und lauter Steine umspülen muss.“
Beachten sie, dass sie möglichst unpräzise Aussagen treffen sollten, damit später ein größeres Maß an Interpretationsmöglichkeiten bleibt. Eine gute Lehre ist eine, die allen Menschen alles offen lässt. Eine solche Lehre besitzt eine große Anziehungskraft auf spätere Anhänger.
Was sie für ihre eigene Lehre benötigen, ist ein individuelles Markenzeichen. Eine Grundwahrheit, ein Dogma, ein Paradoxon, dass sie als höchstes Gut verehren. Die Liebe, den Tod, das Vertrauen, den Geist. Lassen sie sich Zeit und denken sich etwas hübsches aus. Sie können ihre Grundwahrheit auch in einen zitierbaren Satz packen: „Nur wer der Liebe nie den Rücken wendet, wird von ihr nie von hinten erdolcht.“
Empfehlenswert sind natürlich tantrische Lehren. Es ist mit dem Marketing einer spirituellen Lehre genauso wie mit Waschmittel und Chips: Sex sells!

4.Wenn ihre Lehre im Kern steht. Müssen sie sich Gedanken über ihr Outfit machen:

a- Mit weißen Gewändern kann man so gut wie nichts falsch machen. Weiß besitzt Symbolkraft: Reinheit, Weisheit und Licht. Das sind positive Aspekte, mit denen sie gerne in Verbindung gebracht werden wollen. Ihre Kleidung sollte natürlich Bezug zu ihrer Basisreligion nehmen. Wenn sie also eher ein Guru indischer Religionskultur sein wollen, sollten sie nicht unbedingt buddhistische Mönchskutten tragen.

5.b- Ein Bart ist selbstverständlich unumgänglich. Mit einem Bart erhält ihr Äußeres Alter und Erfahrung. Das benötigen sie. Kein Mensch glaubt an junge Gurus, es sei denn sie sind in der Lage Wunder geschehen zu lassen oder aber sie haben sich selber reinkarniert und es steht eine ganze Religionsgemeinschaft hinter ihnen, wie zum Beispiel es beim Dalai Lama der Fall ist. Zum langen Bart sollten sie sich auch lange Haare als Symbol der Freiheit wachsen lassen.

6.c- Wenn sie passend eingekleidet sind, müssen sie sich eine für sie angemessene Location suchen. Gehen sie dabei nicht zu bescheiden vor. Raum ist wichtig. Es muss bei den Anhängern später das Gefühl der Größe einstellen, wenn sie den Tempel betreten. Ja, richtig. Tempel. Von nun an reden sie, auch wenn es nur eine kleine Drei-Zimmer-Wohnung mit Bad und Küche ist, nur noch von ihrem Tempel!

7.d- Geben sie sich einen exotischen Namen. Mit einem Namen wie Christoph Müller erreicht man nun wirklich nichts. Empfehlenswert ist ein SRI als Vorsilbe, das bedeutet erleuchteter. Stöbern sie in indischen Telefonbüchern und suchen sie sich einen wohlklingenden, aber kurzen Namen heraus. Sri Nahasapimapitilon geht nicht so leicht von den Lippen wie Sri Amishi (bedeutet „rein“). Natürlich sollten sie auf die Bedeutung des Wortes achten. Ein Guru mit dem übersetzten Namen „Erleuchtete Langnase“ besitzt wenig Anziehungskraft.

8.Ist das alles vorbereitet, müssen sie sich eine kleine Schar Jünger um sich scharen, die sie von Anfang an begleiten und die ihre Lehre nach draußen in die Welt bringen wird. Die Jünger sollten im Bewerbungsprofil Menschenkenntnis, Teamfähigkeit, Organisationstalent und Akquisefähigkeiten haben. Die Jünger bringen ihnen schließlich die Anhänger. Ihre Jünger sollten also Motivationskünstler sein und Menschen begeistern können. Jünger mit Ausbildungen als Animateure werden selbstverständlich bevorzugt behandelt.

9.Unterschätzen sie die Wirkung von Gerüchten nicht. Vor allem von negativen. Bringen sie also selber Gerüchte über sich in Umlauf. Klassisch ist, dass sie mit ihren Anhängerinnen schlafen, um sie zu „taufen“, zu initialisieren. Besonders wirkungsvoll sind vor allem Gerüchte, dass das FBI sie vergiften möchte. Bauen sie ein Gerücht als Revoluzzer auf. Das hilft immer. Vor allem für das Ehrempfinden ihrer Jünger. Waschlappen folgt man ungern in den spirituellen Kampf gegen die Welt.


10.Für ihren Bekanntheitsgrad spräche zudem auch ein Spleen, ein Tick. Eine Eigenart, die nur der große Guru xy hat. Rolls Royce brauchen sie nicht mehr zu sammeln. Das hat schon jemand vor ihnen getan. Sie könnten sich für Flugzeuge interessieren oder für Schiffe. Am Abend ihrer Gurukarriere können sie aus ihrer Leidenschaft auch einen Größenwahn entwickeln. Das brennt sich in die Köpfe der Welt ein. Sie könnten sich von ihren Jüngern einen Privatflughafen bauen lassen oder eine U-Bootflotte, weil sie den Rest ihres Lebens unter der Wasseroberfläche verbringen wollen, um sich vor den tödlichen Strahlen aus dem Weltall zu schützen oder vor der vergifteten Luft der Industriestaaten.

   


Tipps und Hinweise

  • Wenn der Stein erst einmal ins Rollen gebracht wurde, können sie ihre Lehre gerne auch ausbauen und erneuern. Reife gehört zu jeder spirituellen Lehre dazu.

  • Vermeiden sie die Erleuchtung. Sollten sie erleuchtet werden, sinkt ihr Arbeitsbedürfnis auf Null. Sie sehen dann keine Notwendigkeit mehr darin, ein Guru zu sein. Wenn sie die Erleuchtung nicht verhindern können, zögern sie sie wenigstens so lang hinaus, bis der Stein ins Rollen gebracht wurde.





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     Informationen 
     
    Ersteller:
    polt

    Erstelldatum:
    21.08.2008
    Bewertung:
     

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